Fischereiökologische Maßnahmen

Schlammvermessung im Biotop in Züttlingen am 22. Juli 2020

Am 22. Juli 2020 trafen sich vier Mitglieder, um eine Schlammvermessung im Biotop in Züttlingen durchzuführen. Unterstützt wurden wir hierbei durch unser Mitglied Dr. Berthold Kappus, der unseren Verein und die Fischhegegemeinschaft Jagst (FHGJ) als Consultant bei allen Fragen rund ums Gewässer berät. Schließlich wurde der Bau des Biotops von ihm mit initiiert. Ziel war es, die Schlammtiefe und die übrig gebliebene Wassertiefe an verschiedenen Stellen im Biotop festzustellen.

Das Biotop wurde im Jahre 2008 angelegt, um den Fischen Laichplätze zu schaffen und Rückzugsmöglichkeiten, insbesondere für Fischbrut und Jungfische, aber auch für andere Lebewesen zu bieten. Seither wurde das Biotop des öfteren bei Hochwasser überschwemmt und so jede Menge Schlamm und Äste ins Biotop eingebracht. Dies führte dazu, dass mittlerweile eine Wassertiefe von kaum mehr als 10-20 cm im Biotop vorherrscht, welche völlig ungenügend ist. Teilweise ist die Verschlammung schon so weit fortgeschritten, dass Flächen trocken liegen und bereits mit Pflanzen überwachsen sind. Außerdem können die Fische auf dem übel riechenden Faulschlamm nicht ablaichen und meiden diesen, da dieser keinen Sauserstoff mehr enthält.

Aus diesem Grund soll das Biotop im Herbst ausgegraben und neue Laichplätze angelegt werden. Unser Arbeitseinsatz ist hierfür eine wichtige Vorarbeit gewesen, um zunächst mehrere Zugänge zum Wasser zu schaffen und anschließend die aktuelle Wassertiefe, sowie die Dicke der Schlammschicht zu ermitteln. Hierzu wurden mit Hilfe eines Schlauchbootes in regelmäßigen Abständen, Messungen mit einer Lanze entlang der Längsachse des Biotops sowie den Randbereichen durchgeführt und protokolliert. Größtenteils ergab sich eine Verschlammung von 50-70 cm. Im Mündungsbereich konnten Schlammtiefen von bis zu 1,60 m gemessen werden. Während der Messung konnten zudem die ständige Ausgasung von Schwefelwasserstoff aus dem Faulschlamm im gesamten Biotop beobachtet werden. Außerdem wurde festgestellt, dass nur noch vereinzelt Fischbrut oder Jungfische in dem flachen Wasser vorzufinden sind. Lediglich im tieferen Mündungsbereich zur Jagst konnten ein paar kleine Karpfen, schätzungsweise 300-600 g, aufgespürt werden. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass das Biotop nicht mehr richtig funktioniert und Handlungsbedarf besteht.

Aus diesem Grund werden nun Vorschläge zur grundsätzlichen Optimierung des Auenbiotops und zur Habitatausstattung von Dr. Berthold Kappus erarbeitet.

Aus unseren gesammelten Daten soll nun anschließend das Schlammvolumen ermittelt werden, damit die Neugestaltung des Biotops im Herbst 2020 erfolgen kann. Wir hoffen, dass wir bald wieder ein funktionierendes Biotop und einen attraktiven Lebensraum an unserer Jagst haben und somit verschiedenen Fischarten bei der natürlichen Fortpflanzung unterstützen können.

Wir bedanken uns bei unseren Mitgliedern für Ihren Einsatz.

 

Fleißige Helfer Vermessungsplan

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Messung Messung2 verschlammtes Biotop Protokollführer Messprotokoll

Elektro-Abfischen im September 2019

Elektro-Abfischen der Landesforschungsstelle von Langenargen im September 2019 in Züttlingen. Dieses Verlief auf einer Gesamtstrecke von ~400m (Kläranlage bis unterhalb der alten Brücke).

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